
Leitung: Klaus Wecker, Architekt, Käthe-Kollwitz-Straße 19, 63477 Maintal, Tel. 06181-495188,
mail: nikolaus.wecker@mehrgenerationensiedlung.org
Im Maßstab 1 : 500 wurde aus dem „Schmetterlingsplan“ ein Gärtnerhof herangezogen. Das Grundstück ist rund 78 m breit und rund 152 m tief. Eine 3 Teilung der Grundstücksfläche gliedert sich jeweils auf 1/3 Anteil Wald, 1/3 Gärtnerfläche und 1/3 Baufenster-Fläche.
Die Waldgrenze ist so fließend, daß eine zusammenhängende Waldfläche entsteht, in der sich Wildtiere frei bewegen können. Entlang dieser Grenze entsteht ein Hochwald, der als Niederwald zum Gärtnerhof hin abflacht und mit Büschen direkt am Waldsaum eine natürliche Waldgrenze bildet. Von hier aus wird der lebendige Zaun, als äußere Abgrenzung des Gärtnerhofes, mit einer Vielzahl von Büschen und Niedriggehölzen fortgeführt. Ein mindestens 3 m breiter Streifen von jeweils anteilig 1,5 m pro Grundstück ermöglicht eine Wegfläche zwischen den Gärtnerhöfen als Übergangszone.
Innerhalb der Gärtnerfläche kann jeder auf seinem Gärtnerhof Gemüse, Kräuter und Blumen anbauen, eine Streuobstwiese anpflanzen, Kleintierhaltung betreiben, Bienen halten, ... Das Baufeld mit rund 3.000 m² Fläche pro Gärtnerhof steht für die Bebauung mit Wohn- und Wirtschaftsgebäuden zur Verfügung. Wird zum Beispiel eine Grundflächenzahl von 0,2 festgelegt, heißt dies, daß rund 600 m² Grundstücksfläche überbaut werden dürfen (maximal 2,5-stöckig).

In einem großen Haus – oder in mehreren kleineren Häusern leben hier die Generationen. Im Beispiel hier ist ein Familienwohnhaus mit Ökonomiegebäude und einem Alterswohnsitz dargestellt.
„Atmungsaktive Wohlfühlhäuser“ aus baubiologischen Stoffen sind uns wichtiger als reine „Energiesparhäuser“.
Innerhalb von drei bis fünf Jahren nach der Grundstückszuteilung sind die festen Wohnhäuser fertig, so entstehen keine Baulücken und Nachbarschaft wird aktiv gelebt. Die Häuser werden aus Holz, Stroh-Lehm, Stein ... individuell gestaltet.
Schilfkläranlage und Fischteich mit Badeseequalität sorgen für Wasserflächen innerhalb der Siedlung. Der Überlauf geht in den Straßengraben, sodaß ein Bachlauf (Rigolengraben) entsteht.
Aber was spielt sich unterirdisch ab?
Vor dem Klärteich tritt das Wasser direkt aus der Erde. In der Erde befindet sich ein separater Regenwasser-Pufferspeicher und eine Kleinkläranlage, in der das Hausabwasser vorgeklärt wird. Eine Energiezentrale im Bereich der Einfahrt befindet sich ebenfalls unter der Erde. Hier wird Strom und Wärme für das Haus erzeugt und überschüssige Energie an Gemeinschaftsgebäude und Nachbarn weitergegeben oder ins öffentliche Verbundnetz eingespeist.
„Hier bin ich Mensch, hier darf ich‘s sein!“ (Goethe)