Landwirtschaft

Arbeitsgruppe Landwirtschaft

Leitung: Enno Eilers Dipl. agr. ing. Tel. 06265/929473, mail: enno.eilers@mehrgenerationensiedlung.org

Die Land- und Forstwirtschaft


Aus dem Bedürfnis, in einer intakten Natur zu leben, entstand unser Gedanke des Gärtnerhofes mit Selbstversorgungscharakter. Der Gärtnerhof schafft dafür die optimalen Bedingungen:
Der Wald versorgt uns mit Brenn- und Baumaterial. Unsere rund 80 ha Waldfläche sind ein ökologisches Biotop und ein wertvoller Sauerstoff- Spender.
Die Waldstücke werden weitgehend zusammengelegt, um den Waldtiere genügend Freiraum zu bieten. Zum anfänglichen Regulieren des ökologischen Gleichgewichts dient uns die Eigenjagd. Vielleicht werden in Zukunft wieder Luchs und andere Wildtiere heimisch, damit die Regulation auf natürlichem Wege geschieht.



Das Gartenland versorgt uns mit Obst und Gemüse. Ein Ziergarten bietet Erholungsmöglichkeiten. Die Bewirtschaftung des Gärtnerhofes erfolgt nach den Richtlinien des ökologischen Land- und Gartenbaus (z. B. Bioland oder Demeter). Die natürlichen Kreisläufe fördern wir durch Permakultur, Drei-Felder-Wirtschaft und Mischkultur u.a. Regionale Sorten erhalten den Vorzug, sie sind über Jahrhunderte an das örtliche Klima angepaßt und benötigen kaum „Pflegemaßnahmen“. Um alte, regionale Sorten zu kultivieren, legen wir eine Saatgutbank an.
Auf einer zusätzlichen Fläche von rund 150 ha betreiben wir ökologischen Landbau zur Versorgung der Siedlung mit Feldfrüchten, Getreide und tierischen Produkten.
Ein lebender Zaun versorgt uns mit Beeren und Früchten und bietet zusätzlich Schutz für Wildtiere. Er hilft uns außerdem das ökologische Gleichgewicht auf jedem Gärtnerhof in kürzester Zeit zu erreichen. Als Windschutz erfüllt er eine weitere wichtige Funktion.
Artgerechte Tierhaltung ist auf dem Gärtnerhof erlaubt, darf den Eigenbedarf aber nicht überschreiten. Bienenhaltung ist erwünscht und nach ökologischen Gesichtspunkten zu handhaben. Beispiel: Um eine Kuh artgerecht und ökologisch zu halten, benötigt sie für sich alleine (Futter, Entsorgung) einen Hektar Land. Aus Wald, Streuobstwiese, Gemüse-, Kräuter- und Blumengarten entstehen so Oasen, in denen die Bewohner im Einklang mit der Natur Ruhe und Erholung finden.