Öffentlichkeitsarbeit

Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit

Leitung: Reinhold Groß, Postfach 07, 74839 Billigheim, Tel. 06265-929470, Fax 929472,
mail: reinhold.gross@mehrgenerationensiedlung.org

Die Menschen

Wir sind eine Gruppe von rund 240 Mitgliedern (Stand Dez. 2008), die eine Mehrgenerationensiedlung plant und realisiert. Hier haben sich Menschen aus ganz Deutschland zusammen gefunden, die berufs- und fachübergreifend ihre Kompetenz mit Hilfe eines Vereins (Gründung September 2006) vernetzt haben.

Mehrere Arbeitsgruppen erschaffen die Grundlagen für ein neues Projekt, das wir Ihnen auf diesen Seiten vorstellen: Leben, Arbeiten, Lernen, Kunst, u.v.m. in einem sozialen, ökologischen Umfeld, generationsübergreifend mit Eigenverantwortung und Toleranz, ohne politischen oder religiösen Hintergrund – das ist unser Ziel. Wir geben ein Beispiel, wie man heutzutage durchaus im Einklang mit der Natur leben und dennoch moderne Technologie nutzen kann. Dafür brauchen wir jedoch Land (rund 400 - 500 ha) und Sponsoren. Wir denken, daß Sie sich von der Beschreibung unseres Projektes angesprochen fühlen, um uns mit den Ihnen jeweilig zu Verfügung stehenden Möglichkeiten zu unterstützen.

Die Siedlung

Jede der 200 Mehrgenerationenfamilien (Kinder, Eltern, Großeltern...) lebt auf einem Hektar Land. Diese „Gärtnerhöfe“ mit Selbstversorgungscharakter bilden die Grundlage der Siedlung und bieten eine private Rückzugsmöglichkeit.
Auf einer Fläche von rund 150 ha betreiben wir ökologische Landwirtschaft, um die Siedlung mit Feldfrüchten, Getreide, Milch und Käse usw. zu versorgen. Siedlungszentrum, Gewerbegebiet („Öko- Valley“) und Infrastruktur für das Straßen- und Wegenetz fügen sich auf rund 50 ha schonend in die Landschaft ein.

Die Gärtnerhöfe

Die Gärtnerhöfe sind in jeweils 1/3 Wald, Garten und Baufenster unterteilt.
Wir erstellen feste Gebäude (nach baubiologischen Richtlinien), jeder Gärtnerhof hat Zugang zu Energie, Wasser und Kommunikation. Eine Pflanzenkläranlage übernimmt die Abwasseraufbereitung, der nachgelagerte Teich hat zusätzlich Löschwasserfunktion. Ein „lebender Zaun“ umgibt jeden Gärtnerhof, dieser bietet vielen Nützlingen eine Lebensgrundlage.

Das Zentrum

Hier befinden sich die Gebäude für Verwaltung, Bildung und Kultur, Nahversorgung (Ökokaufhaus), Gesundheitsangebote und Erste-Hilfe-Station, Angebote für Senioren, Gästehaus und Gastronomie, ein thematischer Kreativgarten / -park, der vielen Besuchern Ort der Muße ist, die Dorflinde, ...
Im Siedlungszentrum findet ein aktiver Austausch der Bewohner untereinander statt – gelebte Nachbarschaftshilfe.


Die Schule

Eine staatlich anerkannte Ersatzschule (Gesamtschule, Klasse 1 bis 12/13. Primar- und Sekundarstufe I und II), fördert durch den Einsatz der besten reformpädagogischen Konzepte die kindliche Lernfreude und Neugierde.
Wie von den „Bildungsweisen“ vorgeschlagen und der OECD* bestätigt, wird es in unserer Schule keine Noten, Kontrolle oder Sitzen bleiben geben. Lebenslanges Lernen und Wissensaustausch sind unser Ziel.

Die Landwirtschaft

Ökologie, Artenvielfalt und heimische (Nutz-) Pflanzen fördern das natürliche Gleichgewicht. Bodenrenaturierung, Mischkulturen und artgerechte Tierhaltung nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus (z.B. Bioland, Demeter, u.a.) sind wesentliche Bestandteile dieses Konzepts.



Die Energie

Durch ein intelligentes Energiemanagement und die Nutzung aller vorhandenen regenerativen Techniken ist die Siedlung CO2 neutral. Nach dem Vorbild der EWS Schönau (Elektrizitätswerke Schönau) halten wir die Leitungs- und Netzhoheit in eigenen Händen.
Jeder Gärtnerhof stellt eine Teilfläche zur Energiegewinnung zur Verfügung, damit auch die Versorgung der Gemeinschaftseinrichtungen gewährleistet ist.


Das Wasser

Die Einbindung der natürlichen Kreisläufe, Nachhaltigkeit durch Regenwassernutzung und eine eigene Versorgung aus Brunnen oder Quellen ist unser Ziel.
Das durch Pflanzenkläranlagen gereinigte Wasser leiten wir oberirdisch durch Rigolengräben zum siedlungseigenen See und anschließend kontrolliert in den nächsten Bach oder Fluß.



Die Idee

Inspiriert und angeregt von der Idee verschiedener Bewegungen sind wir fest entschlossen, unserem Leben einen erweiterten Sinn zu geben.
Hin zu einer Zukunft, in der naturgemäßer Umgang mit der Schöpfung die Normalität ist.
In einem Netzwerk gegenseitiger, konkreter und sachgerechter Hilfe-zur-Selbsthilfe, kann jeder Mensch, der künftig wieder näher mit der Natur leben möchte, seinen Wunsch auf einen eigenen Familien-Gärtnerhof verwirklichen.

Der Plan

In einer Atmosphäre von gelebter Nachbarschaft und dem Streben nach idealen Lösungen für den Einzelnen und die Gemeinschaft gleichermaßen, vollzieht sich eine ökologische Entwicklung, die sich auf den wieder weitgehend autarken Familien-Haushalt stützt. Und in einem solchen Umfeld fällt es Eltern leicht(er), ihren aufwachsenden Kindern die wahre Bedeutung der menschlichen Existenz vorzuleben. Ebenso wird es für die Kinder selbstverständlich, ihren Eltern im Alter jegliche notwendige Hilfestellung zu geben.

Die Ausführung

Leben im Einklang mit der Natur und allem was lebt:
Gesunde Böden, sauberes Wasser und reine Luft bringen gesunde Nahrung hervor.
Durch Eigenversorgung mit Energie, Wasser und Nahrung wird die Familie zur wahren Keimzelle unserer Gesellschaft.
Verantwortung für das eigene Leben, Toleranz zum Wohle aller und stabile Wertschöpfungskreisläufe bilden Säulen für eine tragfähige, nachhaltige Siedlung.



Wenn weltweit wieder funktionierende Dorfgemeinschaften errichtet werden

– mit überschaubarer Größe und funktionierender Infrastruktur –

der Mensch sich ausreichend versorgen kann,

mit Lebensmitteln, Wohnraum, Wasser, Energie und Arbeit,

gibt es wieder starke zusammenwachsende Strukturen, die Weltfrieden

ermöglichen und Flüchtlingsströme verhindern.

Reinhold Groß, 1. Vorsitzender