
Leitung: Robert Thöle, Gärtnermeister, Lindenstr. 14a, 74928 Hüffenhardt, Tel. 06268-927891,
mail: robert.thoele@mehrgenerationensiedlung.org
Der Naturgarten
Bei der Gestaltung eines naturnahen Hausgartens sind einige wesentliche Grundsätze zu beachten. Umweltgerechte Materialien stammen aus der Region und werden mit möglichst geringem Energieaufwand zur Baustelle befördert. Dabei sind Natursteine Betonsteinen vorzuziehen wegen ihrer natürlicheren Wirkung. Betonsteine als Recycling-Material können durchaus ein Naturgarten-Element sein, gerade dann, wenn bei Entsiegelungsmaßnahmen größere Mengen anfallen und sonst mit hohem Aufwand abtransportiert werden müssten. Die Werkstoffe Holz und Lehm ergänzen den Garten zu einem harmonischen, naturnahen Erlebnis- und Erholungsort.
Wir berücksichtigen den Pflanzenbestand beim planen der Außenanlagen passend zum Stil des Gärtnerhofes. Mal angepasst an die Natur und leicht verwildert oder kunstvolle Gartenarchitektur mit Kräuterwegen, Terrassen aus Stein oder Holz, Zaunanlagen mit natürlichen Barrieren.




Schwimmteiche, Badeteiche und Wasseranlagen
Unsere Schwimm- und Badeteiche werden ohne aufwendige technische Anlagen gebaut, da wir die neusten Erkenntnisse der botanischen Biologie über die Reinigungskraft bestimmter Wasser- und Sumpfpflanzen zur Anwendung bringen. Sitzplätze in der Nähe der Wasseranlage haben ihren besonderen Reiz und laden zum meditativen Verweilen ein. Spannende Naturerlebnisse sind hier an der Tagesordnung.
Schon seit 1999 bauen Robert Thöle und Team naturnahe Badeteiche mit sanfter Technik.
Die Materialien stammen aus der Region, das verwendete Lärchenholz aus nachhaltiger Forstwirtschaft in Südwest-Deutschland. Der Löschwasserteich hat eine Mindestoberfläche von 300 m2, und ist an der tiefsten Stelle mind. 3m tief, dieser Teich dient auch als Regenwasserzisterne, Robert erarbeitet die Bepflanzung und Randzonen-gestaltung (Flachwasser) etc. aus, Möglichkeiten mit einem vorgeschalteten Filter dieses Wasser zum Duschen zu nutzen sind gegeben, außer reinem Trinkwasser wird keine weitere Wasserzufuhr benötigt.




Klärtechnik mit Pflanzenkläranlagen
Abwasser wird in der ersten Stufe in einem Becken ca. 15m³ für Fest- und Schlämmstoffe mit Rührwerk und Belüftung verflüssigt (sauerstoffreiche Gärung = kein Geruch), wird regelmäsig entlert für die Nutzung der Biogasanlage der Rest geht durch die Pflanzenkläranlage (Größe pro Person im Haushalt = ca. 10m2, im Schnitt ca. 100m2), überschüssiges Wasser des Teichs fließt ebenfalls durch die Pflanzenkläranlage, nächster Schritt sind bepflanzte Mäander und Rigolengräben, hier findet eine Nachklärung statt und es versickert ein großer Teil des Abwassers, was dann noch übrig bleibt wird in einem gemeinsamen Teich als letzte Klärstufe gesammelt und anschließend dem nächsten Vorfluter zugeführt. Jeder Gärtnerhof muß diese Technik anwenden und warten. Unterstützung dabei gibt die Gemeinschaft, es wird eine regelmäßige Kontrolle von Fachleuten geben, damit das System immer einwandfrei funktioniert.




Dachbegrünung
Vieles spricht dafür
Grüne Dächer sind heute fester Bestandteil einer zeitgemäßen Stadt- und Siedlungsplanung. In Deutschland wurden bislang 15 Mio. m² Dachfläche begrünt, wodurch sich zumindest ein Teil der durch Bebauung verloren gegangenen Freiräume zurückgewinnen ließ - verbunden mit vielfältigem Nutzen wie z.B.:
• Ersatz für verlorenen Lebensraum von Tieren und Pflanzen,
• Entlastung der Abwassersysteme durch Wasserrückhaltung und verzögerten Regenwasserabfluss,
• Schutz des Innenraums gegen Hitze, Kälte und Lärm,
• Verbesserung des Arbeits- und Wohnumfelds wie auch des Stadt- und Landschaftsbilds.
Was ist zu beachten?
Um die Funktionsfähigkeit einer Dachbegrünung auch langfristig sicherzustellen, sind bei der Planung, Ausführung und Pflege spezifische bau- und vegetationstechnische Belange zu berücksichtigen.
• Dachlast:
Als Minimum sind rund 50 kg/m² für eine einfache dünnschichtige Extensivbegrünung zu veranschlagen. Bei intensiver Begrünung auf dickeren Schichten ist mit einer Auflast über 150 kg/m² zu rechnen.
• Dachneigung:
Dachflächen mit einer Neigung von 0° bis 45° eignen sich grundsätzlich für eine Begrünung. Ab einer Dachneigung von rund 20° sind Rutsch- und Schubsicherungen erforderlich.
• Wurzelschutz:
Eine fachmännisch ausgeführte, wurzelfeste Dachabdichtung schützt die Dachkonstruktion bzw. das Gebäude auf Dauer vor eindringendem Niederschlagswasser. Es sind nur Produkte zu empfehlen, die auf Wurzelfestigkeit geprüft wurden (gemäß FLL).
• Vegetationssubstrat:
Um den hohen Anforderungen der Vegetationsschicht gerecht zu werden, sollten strukturstabile Substrate auf der Basis von Lava, gebrochenem Blähton oder Blähschiefer, Recycling-Ziegelbruch, Schlacke etc. verwendet werden. Gartenerde ist für diesen Zweck in der Regel nicht geeignet.
• Pflanzenauswahl:
Es empfiehlt sich, nur Pflanzen mit besonderer Anpassung an trockene Standortbedingungen zu verwenden. Bei Extensivbegrünung setzt sich der naturnahe Bestand meist aus Sukkulenten (z.B. Sedum-Arten) und wenigen, trockenverträglichen Gräsern und Kräutern zusammen. Intensivbegrünungen bieten nahezu uneingeschränkte Möglichkeiten der Begrünung - in etwa vergleichbar mit bodengebundenen Gartenflächen.
• Pflege:
Bei allen Dachbegrünungen sind Pflegemaßnahmen erforderlich (z.B. Entfernen von Fremdaufwuchs, Düngung). Eine Bewässerung ist nur bei Intensivbegrünung vorgesehen.
Ökologie
Wir beachten die Belange des technischen Umweltschutzes, z.B. die der Materialwahl und im Bauablauf. Als Siedlung beachten wir die Nutzung (Zisternen) und Versickerung von Regenwasser und fördern die Besiedelung von Wildpflanzen und Tiere. Versiegelte Flächen werden so gering wie möglich gehalten. Wo es möglich ist, werden Dächer und Fassaden begrünt.
Erlebniswert der Gesamtanlage sowie Berücksichtigung der Ansprüche und des Beziehungsnetzes der Nutzer sehen wir im Zusammenhang mit dem zeitlichen Wandel von Jahreszeiten und Wachstum. Wir beziehen jeden Gärtnerhof als Nutzer in den Planungsprozess mit ein. Außerdem sorgen wir für eine umfassende Begrünung der Planungsflächen, beachten die Wasserdurchlässigkeit der Nutzungsflächen und natürlich betreuen wir Idie Anlagen auch nach Fertigstellung.
Wir konzentrieren uns auf:
- heimische Wildpflanzen
- naturnahe Auslesen
- Bauerngärten
- Historische Gartenrosen
- Stauden für alle Standorte
- Wassergärten
- Wildblumenwiesen aus heimischen Herkünften
- Kräutergärten
- Wildblumen -Zwiebeln
- Wildrosen und heimische Gehölze
Trockenmauerbau mit Natursteinen aus Europa
Pflasterarbeiten für Wege und Plätze, Hofeinfahrten ohne Versiegelung, begrünte Fugen sind pflegeleicht.
Holzarbeiten mit Hölzern aus Europa, nachhaltig bewirtschaftet und haltbar dank konstruktivem Holzschutz. Douglasie, Lärche, Eiche, Edelkastanie, Robinie unbehandelt, ungiftig
Unsere Naturgarten werden nach den strengen Richtlinien des Naturgarten e.V. und Bioland gebaut.
Quelle Bilder und zum Teil Textmaterial www.thoele-naturgarten.de/